GREIFSWALD, DE - (HealthTech Wire) - Auf der ALKRZ-Tagung in Greifswald berichtete Holger Ladewig von dem zu Philips gehörenden Unternehmen Kuhlmann-Informations-Systeme von dem dänischen Landeskrankenhaus Vejle: „Hier konnte die Gesamtproduktivität seit der Einführung unserer Spracherkennung SpeechMagic um mehrere Prozentpunkte gesteigert werden", so Ladewig.
Der konsequente Einsatz von Spracherkennung wirkt sich also nicht nur auf die Produktivität im Dokumentationsprozess aus, sondern wird für das gesamte Haus ökonomisch „fühlbar“. Das digitale Diktat spart umständliche Transkriptionsschritte und führt zu einer Beschleunigung der Prozesse, weil die relevanten Dokumente rascher und in höherer Qualität vorliegen.
Auch das Sykehuset Telemark HF Hospital in Norwegen spart mit der klinikweiten Spracherkennung bares Geld. Nach Angaben des Projektmanagers Espen Behring werden in der 500-Betten-Einrichtung mit mehreren Standorten pro Jahr 900.000 Euro eingespart. Seit Einführung der Spracherkennung sind über 90 Prozent der Epikrisen innerhalb einer Woche verfügbar. Vorher waren es weniger als 65 Prozent.
In Deutschland hat Kuhlmann-Informations-Systeme kürzlich im neuen Flaggschiff des Helios-Konzern, am Klinikum Berlin-Buch mit rund tausend Betten, eine einrichtungsweite Installation implementiert. In diesem Fall handelte es sich um das digitale Diktiersystem MBS-easy in einer Citrix-Umgebung. Die Qualität der digitalen Diktate sei deutlich besser als bei Kassetten, so Ladewig. Durch den Umstieg auf ein digitales System kann mit einem externen Schreibbüro gearbeitet werden. Ziel für 2008 ist jetzt auch in Berlin die Einführung der Spracherkennung SpeechMagic, um die Kommunikation noch weiter zu optimieren.
Speziell für die ALKRZ-Tagung hob Ladewig einige besonders für große (Universitäts)Kliniken relevante Aspekte medizinischen Befundmanagement-Systems MBS-easy powered by SpeechMagic hervor, beispielsweise das hohe Datenschutzniveau: „MBS-easy ist das einzige System, das vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein mit dem Datenschutz-Gütesiegel ausgezeichnet wurde“, so Ladewig.
Ebenfalls wichtig für Universitäten: Das System kann auch unabhängig vom Patientenbezug eingesetzt werden, etwa für die Erstellung von Gutachten. Es besteht auch keine Arbeitsplatzorientierung, das heißt die Ärzte oder andere Nutzer haben an jedem Arbeitsplatz ihre individuellen Sprachprofile zur Verfügung. (PP)
Dies ist ein HealthTech Wire-Bericht von der ALKRZ Tagung, welche im Universitätsklinikum Greifswald, am 17. und 18. April 2008, stattfand. Weiterverwendung zu journalistischen Zwecken honorarfrei unter Angabe der Quelle HealthTech Wire.
