SHL Telemedizin: Krankenhauskosten bei chronischer Herzinsuffizienz um 68 Prozent reduziert

Aktuelle gesundheitsökonomische Daten

SHL Telemedizin GmbH | 18.06.2010

DÜSSELDORF, DE - (HealthTech Wire / News) - Chronisch herzkranke Patienten müssen seltener und kürzer ins Krankenhaus, wenn sie ergänzend telemedizinisch versorgt werden. So kommt es zu einer  signifikanten Reduktion der Krankenhauskosten. Das bestätigen aktuelle gesundheitsökonomische Daten von SHL Telemedizin, die im Rahmen einer Posterpräsentation von Prof. Dr. med. Benno Neukirch, Hochschule Niederrhein/ refeld, und Fabrizio Zucca, SHL Telemedizin, Düsseldorf, Ende Mai während des Heart Failure 2010 Kongresses in Berlin vorgestellt wurden.

Verglichen wurden hierfür Daten von 4.145 Patienten, die in den vorangegangenen 18 Monaten zumindest einmal aufgrund ihrer Herzerkrankung stationär behandelt worden waren. 858 Patienten wurden prospektiv in das telemedizinische Betreuungsprogramm Zertiva® von SHL Telemedizin eingeschlossen. Diese Patienten erhielten für ein kontinuierliches Monitoring ihrer Vitalparameter (Blutdruck, Gewicht, Herzfrequenz) entsprechende Geräte sowie ein 12-Kanal-EKG-Gerät, wenn medizinisch indiziert. Die Patienten wurden aufgefordert, aktiv die Möglichkeit zu nutzen, sich bei allen medizinischen Fragestellungen und Notfällen 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr telefonisch an das Telemedizinische Servicezentrum zu wenden.  Der Telemedizingruppe wurden 3.287 konventionell betreute Herzinsuffizienzpatienten in der Kontrollgruppe zugeordnet. Beide Gruppen stimmten hinsichtlich Alter, Geschlecht und Ätiologie überein.

Nach einem Beobachtungszeitraum von zwölf Monaten wurden 357 (42 Prozent) der telemedizinisch betreuten Patienten 674mal stationär behandelt. Die mittleren Krankenhaustage lagen bei 5 Tagen. Aus der Kontrollgruppe kamen 2.155 Patienten (66 Prozent) 5.401mal ins Krankenhaus, wo sie im Durchschnitt 14 Tage verbrachten. Die Zahl der Hospitalisierungen und die Liegedauer wurden bei den ergänzend telemedizinisch betreuten Patienten signifikant im Vergleich zur konventionell betreuten Kontrollgruppe reduziert. In Folge sanken die Krankenhauskosten um 68 Prozent (2.046 € (Telemedizin) vs. 6.339 € (Kontrollgruppe).

Die Erkenntnisse der vorliegenden Beobachtungsstudie zeigen den Nutzen der additiven telemedizinischen Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz auf, resultierend aus einer niedrigeren Rehospitalisationsrate, kürzeren Verweildauer sowie geringeren Krankheitskosten. Telemedizinische Versorgungsprogramme bieten eine gute Möglichkeit, sowohl die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und zugleich das Gesundheitswesen finanziell zu entlasten.

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Quelle: SHL Telemedizin

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