(HealthTech wire / Interview) – Mit über 180 hochkarätigen Referenten und über 20 Einzelveranstaltungen ist das Medica Media Forum die interdisziplinäre Dialogplattform für eHealth, Telemedizin und medizinische Informationstechnologie auf der Medica. Seit 1998 organisiert die Science Service Dr. Hempel GmbH das Forum. Mit HealthTech Wire spricht ihr Geschäftsführer Dr. Volker Hempel über die thematischen Trends und warum der Dialog zwischen Hochschulen und Industrie intensiviert werden sollte.
Welche Funktion hat das Media Forum in Rahmen der Medica?
Dieses Jahr findet das Medica Media Forum nun zum dreizehnten Mal statt und man kann sagen, es hat sich als interdisziplinäre Dialogplattform für eHealth, Telemedizin und medizinische Informationstechnologie innerhalb der Medica etabliert. Wir fördern mit dem MMF den Austausch, die Kooperation und den Netzwerkausbau zwischen den einzelnen Akteuren im Gesundheitswesen; und tun dies mit der Zielsetzung die Akzeptanz telematischer Leistungen zu fördern. Zudem kann der wissenschaftliche und ärztliche Nachwuchs hier gebündelt Wissen und Kontakte sowie Informationen zur beruflichen Orientierung finden.
Was sind die Schwerpunkte in diesem Jahr?
Wir werden über 180 hochkarätigen Referenten und über 20 Einzelveranstaltungen anbieten; das ist auf der Medica ganz klar die führende Veranstaltung in den Bereichen eHealth, Telemedizin und medizinische Informationstechnologie. Es geht darum, den aktuellen Stand von Forschung, Entwicklung und Anwendung zu reflektieren, was wiederum die Grundlage bildet für einen fundierten Diskurs zu den zentralen eHealth Themen. Letztendlich ist unser Ziel den technologischen Modernisierungsprozess im Gesundheitswesen voranbringen – durch eine Plattform auf der die Akteure im Gesundheitswesen auf Augenhöhe miteinander kommunizieren können.
Wie schaffen Sie es mit der Themenauswahl die Interessen der Besucher zu erfassen?
Es ist natürlich eine Herausforderung, mit der Themenauswahl die wichtigsten Trends des Jahres aufzugreifen. Wir schreiben nirgends ab, sonder erarbeiten uns unserer Programm sehr originär. Wir tun dies in Zusammenarbeit mit unserem 20-köpfigen Fachbeirat - mit Vertretern von Hochschulen, aus der Wirtschaft, den Kassen und den Kliniken. Natürlich beobachten wir die Szene, als Partner des Fachbeirates, ebenfalls sehr intensiv und recherchieren Themen und Persönlichkeiten die uns wichtig erscheinen.
Und wo sehen Sie die Trends 2011?
Zu den Zukunftsthemen zählen Präventive Mikromedizin, personalisierte Medizintechnik, Bildverarbeitung, ePatient / Health 2.0 und natürlich mHealth – also die mobilen IT-Lösungen. Neben den thematischen Trends gibt es aber auch Trends innerhalb des Forums, so gehen wir weg vom Frontalunterricht hin zu den Podiumsdiskussionen, wo sich die Besucher aktiv an den Themen beteiligen können. Diese heterogenen Pannels mit Teilnehmern aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft werden sowohl bei den Besuchern, wie auch den Akteuren immer beliebter. Hier prallen die Meinungen in einer erheblichen fachlichen Tiefe aufeinander und es gibt wenige Veranstaltungen, die so konsequent auf den Dialog der Akteure setzen. Aus diesem Grund wird es dieses Jahr auch zwei Foren mit Podiumsdiskussionen geben.
Wie wird sich das Medica Media Forum – und damit auch die Rolle der IT innerhalb der MEDICA - in Zukunft weiterentwickeln?
Wir werden den Dialog weiter fördern; je nach Zielgruppen ist die Form der Zusammenarbeit sehr unterschiedlich. Im Bereich der Hardware erleben wir eine sehr enge Kooperation der technischen Universitäten und der Industrie. Dies spiegelt sich auch innerhalb des MMF wieder. Im Bereich der Softwareentwicklung erleben wir zum Teil ein Schweigen auf beiden Seiten, hier wünsche ich mir sicherlich eine größere und breitere Kooperation von Hochschulen und Wirtschaft. Des Weiteren würde ich mir eine stärkere Beteiligung von kleineren Unternehmen und Startups wünschen, sie sollten das Feld nicht nur den großen Unternehmen überlassen.
Der Wissenstransfer darf keine Einbahnstraße bleiben. Hochschulforschung, wenn sie effektiv sein soll, sollte frühzeitiger in den Dialog mit der Industrie einbezogen werden. Eigenständige, an Hochschulen entwickelte Prototypen haben es sicherlich schwer einem Industriepartner zu finden, besser sind Projekte in denen schon in der Anfangsphase die Partner miteinander im Dialog stehen. Dies versuchen wir mit dem MMF zu erreichen.
Herr Dr. Hempel, vielen Dank für das Gespräch. (HTW)
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Quelle: HealthTech Wire für Science Service - Dr. Hempel GmbH

