Der Kunde hat die Wahl: Philips diversifiziert PACS Angebot

Zwei-Produkt Strategie soll Entscheidungsspielraum der Kunden erweitern; IntelliSpace wird neue Dachmarke für klinische IT. 

HAMBURG - (HealthTech Wire / News) - One size fits all? Was bei Kleidungsstücken nicht funktioniert, klappt bei digitalen Bildarchivierungssystemen (PACS) schon gar nicht. Der eine Kunde setzt auf ein Betreibermodell, der andere möchte lieber selbst kaufen. Der eine erwartet extreme Performance-Garantien, der andere kann auch mit weniger leben. Um den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen, strukturiert der Healthcare-IT-Spezialist Philips ab Anfang 2012 sein PACS-Portfolio neu. Außer neuen Namen findet sich dann auch ein ganz neues Produkt im Programm.

Story Highlights
  • Philips bietet künftig PACS im Nutzungsmodell und PACS mit herkömmlichen Kaufmodell
  • Mit der Zwei-Produkte-Strategie vergrößert Philips den Entscheidungsspielraum seiner Kunden; bietet hoch-optimierte Lösungen für das jeweilige Einsatzszenario.
  • Neue Dachmarke "IntelliSpace": Kunden erwarten zunehmend umfassende und  abteilungsübergreifende IT-Lösungen. 

[Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung von Philips]

Im deutschen Markt hat sich Philips seit einigen Jahren mit seiner innovativen, auch international viel genutzten PACS-Lösung iSite einen Namen gemacht. Bei iSite setzt Philips ein konsequentes Betreibermodell um, wie es beispielsweise in Nordamerika bereits heute weitgehend Standard ist. Der Kunde schließt langjährige Verträge mit seinem PACS-Hersteller ab und bezahlt nicht pro Produkt sondern gestaffelt nach Nutzungsumfang. Der Hersteller übernimmt sämtliche Wartungsarbeiten, kümmert sich um die Aktualisierung der Software, um Archivierung, Disaster-Recovery und Sicherheitsaspekte. Auch die Hardware wird im Rahmen dieser Verträge in regelmäßigen Abständen auf den neuesten Stand gebracht. Der Kunde bekommt ein PACS "aus der Steckdose".

Innovatives Betreibermodell überzeugt Anwender und Verwaltung

"Weil wir bei diesem Modell alles in unserer Hand haben, können wir ausgesprochen ehrgeizige Performance-Garantien geben und diese gegenüber unseren Kunden auch durch Malus-Zusagen untermauern", betont Christian Backert, Business Manager Healthcare Informatics bei Philips.

Vertraglich wird eine 99,9prozentige Verfügbarkeit und eine maximale Zugriffszeit von drei Sekunden garantiert. Klappt das einmal nicht, hat der Kunde das Recht auf einen finanziellen Ausgleich.

Die Kombination aus weitreichenden Garantien und der Möglichkeit, die technische Verantwortung für die digitale Bildarchivierung weitgehend aus der Hand zu geben, hat schon zahlreiche Kunden überzeugt.

"In Deutschland haben wir über vierzig Installationen, viele davon in mittelgroßen oder großen Kliniken, die oft auch mit mehreren Standorten arbeiten und eine übergreifende Bildarchivierung umgesetzt haben", so Backert.

Gerade Geschäftsführer und Klinik-CIOs sind angetan von dem Modell, das einfache Administrierbarkeit und 24/7-Verfügbarkeit bietet und eine transparente Kostenrechnung erlaubt, weil Updates, Wartung und Hardwareerneuerung mit den Nutzungsgebühren abgegolten sind.

Zwei PACS-Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse


Anders als in Nordamerika gibt es in Deutschland und einigen anderen Ländern aber weiterhin auch eine hohe Nachfrage nach PACS-Lösungen, die vom Kunden ganz konventionell erworben werden. Die Kunden in diesem Segment sind häufig kleinere  Einrichtungen, beispielsweise radiologische Praxen im niedergelassenen Bereich oder auch die radiologischen Abteilungen in kleinen und mittelgroßen Krankenhäusern.

"Für diese Zielgruppe haben wir bei Philips eine zweite PACS-Option im Angebot, die mit einem herkömmlichen Kaufmodell vertrieben wird", betont Backert.

Das Produkt ist eine technisch sehr fortschrittliche PACS-Lösung, die durch die Übernahme der israelischen Firma CDP vor anderthalb Jahren zu Philips kam. Philips-Kunden in Deutschland, die ein PAC-System anschaffen wollen, haben also künftig die Wahl, ob sie eher auf ein Betreibermodell setzen oder ihr PACS käuflich erwerben wollen.

"Wir haben ganz bewusst und explizit diese Zwei-Produkte-Strategie ", so Backert.

Die Entscheidung für die eine oder andere Option sollte der Kunde relativ früh fällen, weil es betriebswirtschaftlich zwei grundsätzlich unterschiedliche Ansätze sind. Entsprechend wird es auch keinen Upgrade-Pfad in die eine oder andere Richtung geben. Die Systeme existieren nebeneinander, um unterschiedlichen Kundenbedürfnissen auf Dauer gerecht werden zu können.

Neue Dachmarke für klinische Informationssysteme


Völlig unabhängig davon müssen sich Kunden, die Healthcare-IT-Lösungen von Philips nutzen, in nächster Zeit an neue Produktnamen gewöhnen. Das gilt für die PACS-Lösungen, genauso aber auch für andere IT-Lösungen aus dem Geschäftsbereich "Patient Care & Clinical Informatics". Dazu zählen klinische Applikationen wie Patientendatenmanagementsysteme (PDMS) und die zahlreichen Fachbereichslösungen, die Philips unter anderem in der Kardiologie, der Radiologie und der Intensivmedizin anbietet.

All diese IT-Lösungen sollen künftig unter der neu geschaffenen Dachmarke IntelliSpace firmieren.

"Wir tragen damit der Tatsache Rechnung, dass die Kunden heute zunehmend umfassende und auch abteilungsübergreifende IT-Lösungen erwarten", so Backert.

Ein Portal stellt z.B. ein völlig neuartiges Konzept zur ortsungebundenen Nachverarbeitung von Schnittbildern verschiedener Modalitäten wie CT, MR und NUK unterschiedlicher Hersteller zur Verfügung. Es wurde unter dem Namen "IntelliSpace Portal" bereits beim RSNA 2010 in Chicago vorgestellt. Die beiden PACS-Systeme von Philips werden künftig unter den Namen IntelliSpace PACS vertrieben.

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