BERLIN, DE – (HealthTech Wire / News) – Die Firma OR Soft Jänicke GmbH, ein Anbieter von Softwarelösungen für Produktions- und Krankenhauslogistik, präsentiert zur conhIT 2010 (Halle 2.2, Stand A-105) OR Soft for Healthcare (ORS-H) – ein SAP-Add-On zur Multiressourcenplanung (simultane Bettenbelegungs- und Leistungsstellenplanung). Damit kann der Durchlauf eines Patienten durch das Krankenhaus im Sinne einer integrierten Versorgung als Ganzes angelegt, dargestellt und verändert werden.
- Ziel: Ganzheitliche Betrachtung des Durchlaufes durch eine Klinik, um zumindest bei der Planung die Einhaltung unterer Grenzverweildauern anzustreben.
- Durch Etablierung eines „Patientenmanagers“ kann man bereits vor Aufnahme des Patienten in die Klinik auf Basis von „Behandlungsmustern“ planen.
- „Planen heißt, das beste Wissen über die Zukunft abzubilden.“
„Spricht man mit kaufmännischen Direktoren großer Krankenhäuser, so wünschen sie sich eine ganzheitliche Betrachtung des Durchlaufes durch eine Klinik, um zumindest bei der Planung die Einhaltung unterer Grenzverweildauern anzustreben. Der Weg dazu ist nicht weit, wenn man zeitnah die Daten im SAP IS-H und KIS System pflegt“, sagt Dr. habil. Winfried Jänicke, Geschäftführer der OR Soft Jänicke GmbH.
Die Erreichung dieses Zieles wird möglich, wenn „Patientenmanager“ etabliert werden. Diese Patientenmanager können auf Basis von „Behandlungsmustern“ (vereinfachte, nur auf die Beschreibung der Leistung und des Ressourcenbedarfs reduzierte klinische Pfade) schon vor Aufnahme des Patienten in die Klinik planen. Dabei reservieren sie automatisch Betten und Leistungsstellentermine (insbesondere OP-Termine) und können automatisch die Vielzahl der SAP-Masken ausfüllen lassen. Dabei wird algorithmisch die Verfügbarkeit der Termine und die Konfliktfreiheit abgesichert.
Hintergrundinformationen: Benutzeroberfläche
ORS-H zeigt auf Basis des SAP-Objektes „Patient“ im linken oberen Fenster eine Liste der Patienten. Für jeden dieser Patienten kann im Fenster daneben die als Baum dargestellten Fall- und Termininformationen gerufen werden. Im großen Fenster darunter erkennt man anhand einer dynamischen Sicht eine Balkendiagrammdarstellung der Betten- und der Leistungsstellenbelegung für den Patienten.
„Der Patientenmanager kann dadurch sehen, dass eine Patientin zum Beispiel über acht Tage im Bett B205.1 und dann sechs Tage in Bett B204.1 liegen wird. Darüber hinaus sind zwei Termine Leistungsstellen reserviert. Die Termine der Patientin sind durch farbige Dreiecke hervorgehoben. Würde man an solch einer Stelle zoomen, könnte man auch die Belegung der Leistungsstelle durch andere Patienten sehen“, erklärt Frau Dr. Winkler, Beraterin bei OR Soft. „Besser ist es jedoch, von dem jeweiligen Dreieck in eine Kalenderdarstellung zu springen. Hier wird nicht nur der Kalender der betrachteten Leistungsstelle gezeigt, sondern es werden auch die Kalender für den vor- und für den nachgelagerten Termin sichtbar“, so Dr. Winkler weiter.
Der Patientenmanager hat dadurch mehrere Termine für denselben Patienten gleichzeitig im Blick, die man beide unabhängig voneinander ändern kann. Sowohl Patientenmanager als auch Ärzte und Schwestern in den Leistungsstellen können den Termin ändern. Alle Beteiligten sehen anhand der Ausnahme-Ikonen im Fall, ob durch ihre Veränderung ein zeitlicher oder räumlicher Konflikt erzeugt wurde (im Bild, die rot umrandeten Ikonen sind grün, es gibt keinen Konflikt).
Werden im SAP IS-H auch die nicht-stationären Termine für den Patienten abgespeichert, kann im Sinne einer integrierten Versorgung zusätzlich eine erweiterte Sicht zu dem Patienten dynamisch generiert werden, in der alle Aktivitäten vom Besuch eines Versorgungszentrums über Krankenhausaufenthalt bis hin zur Reha dargestellt werden.
Industrieerprobtes SAP-Add-On für Krankenhäuser
ORS-H, ein Add-On zu SAP IS-H, ist die Krankenhausvariante eines in der Industrie erprobten Advanced Planning and Scheduling Systems. Die Lösung ist als SAP GUI Extension organisiert; die vorhandene SAP-Infrastruktur und die vorhandenen Daten können verwendet werden. Bei einer Einführung des Add-Ons muss lediglich ein Transportauftrag in das SAP-System eingespielt werden und auf dem Arbeitsplatzrechner die Planungssoftware installiert werden.
„Die Einführung der Lösung ist keine große IT-technische Aufgabe. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Veränderung von Haltungen und Traditionen bei den beteiligten Mitarbeitern und in der Diskussion von Organisationsformen. Als Erstes sollte akzeptiert werden, dass man planen kann. Planen heißt, das beste Wissen über die Zukunft abzubilden. Dieses beste Wissen wird in Fällen und Klinischen Aufträgen zusammengeführt. Ändert sich die Situation, so muss man die Fälle anpassen.
Als Zweites muss man organisatorische Prozesse so verändern, dass alle Beteiligten zeitnah Veränderungen dokumentieren. Das kann man durch Unterstützungen bei der Handhabung erreichen.
Trotz aller Rechnerstützung bleibt es immer ein Thema der Motivation der beteiligten Mitarbeiter. Es scheint aber sinnvoll zu sein, zu investieren. Der Nutzen, einen jederzeit verfügbaren Überblick über den Stand der Bettenbelegung und der Leistungsstellenbelegung zu haben, überwiegt den Aufwand. Hier wird Hektik und langwieriges Telefonieren vermieden. Jeder Beteiligte sieht permanent die Abweichung von der wünschenswerten Situation. Er wird dadurch ermuntert, die wünschenswerte Situation anzustreben“, resümiert Dr. Jänicke.
conhIT Besucher können die Lösung in Halle 2.2, Stand A-105 besichtigen und sich vorab im Internet unter www.krankenhausoptimierung.de informieren.
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