Das Gipfeltreffen der europäisches Health IT auf dem HIMSS CIO Summit findet vom 20. bis 22. November in Genf, Schweiz statt. Das HealthTech Wire-Team ist vor Ort und liefert Ihnen die Nachrichten von der Veranstaltung.
+++ 21:30 Uhr | Die Verwendung von Papier entspricht nicht mehr den Anforderungen des heutigen Krankenhauses +++
Dies ist der Grund, warum Dr. Peter Gocke sich für ein weitgehend papierloses Krankenhaus entschieden hat, wie er kürzlich in einem Interview mit HealthTech Wire erklärte. Dr. Gocke, Leiter der Informationstechnologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), das beim HIMSS Analytics Awards Dinner am frühen Abend die höchste Auszeichnung erhielt, sagt, dass ein "zwei Geschwindigkeiten-System", in dem Papierdokumentation und digitale Dokumentation nebeneinander existieren, neue Gefahrenquellen produziert, weil einzelne Mitarbeiter nicht genau wissen können, ob nicht doch noch irgendwo auf Papier relevante Daten versteckt sind. Um dieses Problem zu lösen, entschied sich das UKE, eine nahezu papierlose Umgebung zu verabschieden. Er wählte die modulare, web-basierte Plattform von Siemens Soarian, die die größte Anzahl an Anforderungen erfüllt. Alle klinischen Daten sind nun in einem System verfügbar, das zudem Sicherheit, mobilen Zugang und Flexibilität bietet, um die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche der Kliniken unterzubringen. Was ihn glücklich machte, sagte er, war die "absolut positive" Reaktion der Patienten auf die Änderungen. Vor allem merken sie, dass jeder Arzt, den sie treffen, schon über sie Bescheid weiß und fühlen sich beruhigt und gepflegt.
Dr. Gocke wird einen Vortrag mit Thomas J. Miller von Siemens Healthcare geben, wie das UKE den EMRAM Stage 7 erreicht hat (Dienstag um 8:15 Uhr).
+++ 20:30 Uhr | Vier europäische Krankenhäuser mit HIMSS Analytics EMRAM Awards vorgestellt +++
Vier Kliniken, die jeweils die höchste Stufe des EMR Adoption Models erreicht haben, werden mit ihren EMRAM-Awards im Warwick Hotel in Genf vorgestellt. Am bemerkenswertesten hiervon ist sicherlich das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Deutschland, das im letzten Monat als erstes Klinikum in Europa die Stage 7, die höchst mögliche, erreicht hat. Die anderen drei Krankenhäuser Azienda ULSS 18 Rovigo (Local Healthcare Authority) (Italien), die Hospital Clinic I Provincial de Barcelona (Spanien) und das Inselspital, Universitätsspital Bern (Schweiz) wurden mit der Stage 6 ausgezeichnet - dem zweithöchsten Ranking auf der EMRAM-Skala.
+++ 16:15 Uhr | Wenn Patienten zwischen Behandlungszentren wechseln, entsteht ein Problem mit der Weiterleitung von Informationen +++
Das spanische Gesundheitssystem stellt seinen Bürgern Dienste zur Verfügung, die ein Mix aus verschiedenen Gesundheitsmanagement-Modellen und der Zusammenarbeit mit privaten Krankenhäusern sind. Dies führt zu Ineffizienz, steigenden Kosten und einer geringeren Versorgungsqualität. José Manuel Pacho, IT-Finanzvorstand beim Regionalen Gesundheitsdienst in Madrid zeigt, wie man dieses Problem durch den Einsatz von standardisierten IT-Systemen mit individuellen Patienten-IDs, zentralisierten Prozessen und einer zentralen Datenablage lösen kann. Die Gesundheitszentren können jetzt zentral auf demografische und klinische Informationen zugreifen.
+++ 14:00 Uhr | Die Verbreitung von Innovationen ist die größte Herausforderung +++
Die mangelnde Veränderungsbereitschaft in Organisationen und Krankenhäusern ist eines der wichtigsten Hemmnisse für Innovation, sagt Tad Matus, CIO der South East Coast Strategic Health Authority in Großbritannien. Nach dem Scheitern der “One-Solution”-Politik des nationalen IT-Programms in England gibt es eine Bewegung hin zu Interoperabilität und Integration. Im Fokus steht heute eher der Prozess als die elektronische Akte. Begrenzte finanzielle Ressourcen im öffentlichen Gesundheitswesen Großbritanniens zwingen Organisationen jetzt zu mehr Effizienz und zur Verbreitung von Innovationen.
+++ 13:30 Uhr | Was ist der Vorteil von eHealth für Unternehmer? +++
Dr. Luis Pareras, Manager des Bereichs Innovation, Technologie und Geschäftsentwicklung bei der Ärztekammer Barcelona, stellte diese Frage kürzlich in einem Vortrag. Im eHealth-Bereich können Ressourcen, die in der Anschaffung teuer sind, Tausenden von Nutzern dienen, sagte er. Daher liegen die Grenzkosten je Patient bei nahezu Null. Für Unternehmer geht es im Gesundheitswesen vor allem um Masse. Das Ziel ist, Ressourcen zentral bereit zu stellen und dafür möglichst viele Nutzer gewinnen. Mit Zunahme der Leistungsfähigkeit der Technologie verteilen sich die Kosten dann auf eine immer größere Zahl an Patienten. Entscheidend ist, die Wertschöpfungskette und alle Innovationsfelder im Gesundheitswesen zu kennen. Neue Geschäftsmodelle kommen auf den Markt und verändern die traditionelle Wertschöpfungskette entlang von Produzenten, Leistungsträgern und Leistungserbringern im Gesundheitswesen. Neue Modelle, in denen der Patient aktiv Gesundheitsleistungen einkauft, personalisierte Medizin und ein an den Wünschen der Konsumenten orientiertes Gesundheitswesen verändern diese Wertschöpfungskette.
+++ 13:00 Uhr | Die Zeit ist reif für Telemedizin+++
Es gibt immer mehr wissenschaftliche Belege für die Vorteile der Telemedizin, sagt Prof. Bruno Gridelli, MD, Professor für Chirurgie und Direktor des ISMETT Instituts ((Istituto Mediterraneo per i Trapianti e Terapie ad Alta Specializzazione) in Palermo, Italien. Angesichts des Mangels an Leistungserbringern, des steigenden Kostendrucks und der Unterstützung seitens der Politik wird es Zeit, die Telemedizin stärker auszuweiten. Wie er berichtet, nutzt das medizinische Zentrum der Universität Pittsburgh Telemedizin bereits in der Pathologie, auf einer kinderärztlichen Intensivstation, in der Schlaganfall-Behandlung, für elektronische Visiten bei Patienten, in einem virtuellen Prüfungsraum und für das elektronische Patientenmonitoring.
+++ Pre-Summit | Der Tag davor +++
+++ 18:00 Uhr | Gäste und Redner brechen das Eis +++
Bei einem informellen Empfang im Warwick Hotel, gesponsert von IBM, wurden Gäste und Referenten eingeladen, sich nach ihrer Reise nach Genf bei ein paar Drinks kennenzulernen.
+++ 16:00 Uhr | Der HIMSS CIO Summit eröffnet mit dem Intel Workshop zur unterstützenden Pflege außerhalb des Krankenhauses +++
Der Workshop untersucht die ICT-Infrastruktur, die benötig wird um gemeinsame Workflows und eine Koordinierung der Pflege zwischen dem stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen. An der Expertenrunde nahmen Teil: Mark Blatt, Worldwide Medical Director der Intel Corporation, USA und Dalia Idar, Leiter der Klinischen IT Abteilung bei Maccabi Healthcare Services, Israel. Der Jury wurden Programme vorgestellt, die es erlauben, Betroffene in kostengünstigeren ambulanten Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses zu betreuen.
###
Quelle: HealthTech Wire

