BRÜSSEL, BELGIEN – (HealthTech Wire / News) – Die “ICT for Health” Abteilung der Europäischen Kommission – Generaldirektorat Informationsgesellschaft und Medien veröffentlichte eine von ihr beauftragte Studie zu eHealth Geschäftsmodellen in Europa. Durchgeführt von RAND Europe in Partnerschaft mit Capgemini Consulting, präsentiert die Studie politische Empfehlungen für Europäische Kommission und andere Akteure, um durch eHealth Lösungen eine qualitative Verbesserung der Gesundheitsversorgung zu erzielen.
- Solides Geschäftsmodell, starkes Top-Management und Einbindung der Anwender sind wichtige Erfolgsfaktoren für eHealth
- Europäische Kommission soll Koordination beim Start von Pilotprojekten übernehmen
- eHealth Markt in Europa wird bis 2012 auf 15,619 Milliarden EUR anwachsen
"Business Models for eHealth" empfiehlt u.a., das Top-Management und die Mitarbeiter rechtzeitig und umfassend bei der Entwicklung von eHealth Geschäftsmodellen einzubinden, um sicherzustellen, dass diese die Bedürfnisse der Anwender reflektieren. Die Politik sollte die Entwicklung von „werthaltigen Geschäftsmodellen“ für eHealth unterstützen. Dazu müssen sich die nationalen Gesundheitsbehörden, Verbände, Krankenhäuser, Industrie und Wissenschaft über bewährte Vorgehensweisen austauschen; die Europäische Kommission sollte als zentrale Koordinierungsstelle den Start von eHealth Pilotprojekten erleichtern.
Die Verantwortungen der Kommission sehen die Verfasser der Studie primär in folgenden Bereichen:
- Förderung des Erfahrungsaustauschs für die Entwicklung wertschaffender und nachhaltiger Geschäftsmodelle für eHealth
- Definition der Evaluationsparameter, damit alle Akteure verlässlich die Entwicklung und Implementation von eHealth Geschäftsmodellen überwachen und vergleichen können.
- Entwicklung erfolgreicher Methoden für die Finanzierung von eHealth Systemen durch spezifische Anreize, z.B. Steuernachlässe und/oder andere Vergütungsverfahren oder Mechanismen.
- Schaffung juristischer Klarheit für die Identifikation und Autorisierung von Mitarbeitern im Gesundheitswesen beim Zugriff und der Nutzung von Patientendaten. Den Datenaustausch gilt es grenzüberschreitend zu sichern; Gesundheitsdaten und die Integrität von Patienten müssen geschützt werden, ebenso das Patientenrecht über die Verwendung ihrer Gesundheitsdaten selbst entscheiden zu können.Vorantreiben technischer Lösungen und der Marktentwicklung durch Interoperabilität, gemeinschaftliche medizinische Terminologien und technische Standards.
Der eHealth Markt in Europa wurde 2008 auf EUR 14,269 Milliarden geschätzt und wird voraussichtlich auf EUR 15,619 Milliarden bis 2012 anwachsen bei einer zusammengefassten, jährlichen Wachstumsrate von 2.9%. eHealth ist ein „führender Markt“ gemäß der Definition der Lead Market Initiative der Europäischen Kommission.
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Quelle: HealthTech Wire für die Europäische Kommission, ICT for Health
