STOCKHOLM, SE - (HealthTech Wire / News) - eGovernment-Verfahren ermöglichen einfach handhabbare und schnelle Dienstleistungen, die seit geraumer Zeit schrittweise die traditionellen und vor allem papierbasierten bürokratischen Kontakte zwischen Behörden und Bürgerinnen und Bürgern ersetzen. eHealth hat neben der Vereinfachung von administrativen Abläufen das Potential, die Verfügbarkeit, die Zugänglichkeit und die Qualität von Gesundheitsdienstleistungen zu sichern und zu verbessern. eHealth liefert somit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Patientensicherheit.
Logischerweise ergeben sich zwischen eGovernment- und eHealth Überschneidungen, wie z.B., angemessene, sichere und einfach handhabbare Methoden zur Personen-Identifikation und für Berechtigungssysteme. Diese sind von zentraler Bedeutung für alle Abläufe, national ebenso wie in der grenzüberschreitenden Nutzung. Die beiden EU-Large Scale Pilots STORK und epSOS - beide ko-finanziert von den teilnehmenden Mitgliedstaaten und der EU-Kommission – beschäftigen sich unter anderem mit dieser Thematik, analysieren die Gemeinsamkeiten, aber auch, worin die Unterschiede liegen und wie sichergestellt werden kann, dass Zukunftsentwicklungen nicht in unterschiedliche Richtungen laufen.
Speziell am Identity Management im Gesundheitsbereich ist, dass natürlich nicht nur der Patient selbst eindeutig identifiziert werden muss, sondern auch das medizinische Personal und die Einrichtungen, wobei die in Gesundheitsberufen tätige Personen mehrere Rollen einnehmen können, die mit unterschiedlichen Rechten verknüpft sind. Gesundheitsdaten sind als grundsätzlich als sensible Daten eingestuft. Im internationalen Umfeld muss daher in der Personenidentifikation und dem Management von Rechten ein gemeinsamer Status erreicht werden, der sicherstellt, dass die nationalen gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden können. Datenschutz ist dabei ein Kernelement und wichtige Basis für die Entwicklung eines Vertrauensklimas, das es Patienten und Gesundheitsdienste-Anbietern erlaubt, eHealth Services, wie etwa die Etablierung eines institutionenübergreifende Patienten-Summarys (Auszüge aus bestehenden Gesundheitsakten) oder elektronische Rezepte zu nutzen.
Im epSOS Projekt ist „Identity Management“ eine der definierten Kernaufgaben. Die Kooperation zwischen dem eGoverment LSP STORK und epSOS hat gezeigt, dass die Voraussetzungen für elektronische Verfahren bei Amtswegen und bei öffentlichen Gesundheitsdienstleistungen nahe beisammen liegen. Einige der Mitgliedsstaaten verwenden sogar ein gemeinsames System zur Personen- Identifikation, während andere sich dazu entschlossen haben, in beiden Sektoren völlig getrennt voneinander halten. epSOS versucht Lösungen zu finden, die kompatibel mit den nationalen Bestimmungen und Konzepten aller teilnehmenden Staaten sind.
Die schwedische EU-Ratspräsidentschaft organisiert in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission von 18. bis 20. November 2009 die 5. EU-eGovernment-Konferenz unter dem Titel „Teaming up for eUnion”. Der Fokus der Konferenz liegt auf eGovernment. Die gewonnenen Erkenntnisse werden jedoch für den eHealth-Bereich großes Gewicht haben.
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