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HealthTech Wire
Kategorie: Perspective
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Perspektive: Ross und Reiter beim Namen genannt

Der eHealthCare.ch überzeugte durch praxis-orientiertes Kongressprogramm
Veröffentlicht: 30.09.2009
NOTTWIL, CH – (HealthTech Wire / Perspektive) – Bereits zum neunten Mal fand in Nottwil der eHealthCare.ch Kongress statt. Gemeinsam mit den 1.800 Kongressteilnehmern und 95 Fachausstellern ist es den Veranstaltern gelungen eine Konferenz mit zahlreichen interessanten Fachvorträgen auf die Beine zu stellen.
Netzwerke kaum planbar
Willy Oggier, Conference Board Präsident des eHealthCare.ch, konstatierte zur Eröffnung zu recht: „eHealth alleine durchzuführen geht nicht. eHealth ist auch kein Produkt. eHealth ist die Nutzung moderner Netzwerkstrukturen zur effizienten Kommunikation im Gesundheitswesen.“ Erst wenn Kliniken, Fachärzte, Zuweiser, Apotheken und schließlich die Patienten selbst schnellen Zugriff auf die gesamte Krankenakte haben, können die Effizienzpotenziale, die sich hinter eHealth verbergen, ausgeschöpft werden. Doch bis dahin sei es noch ein langer Weg.
„Netzwerke lassen sich kaum strategisch planen. Netzwerke entstehen und wachsen. Erst durch deren Nutzung zeigen sich die konkreten Anforderungen“, so Willy Oggier. Seiner Ansicht nach braucht eHealth keine fertigen Produkte, sondern mit den Anforderungen wachsende und sich ständig verändernde Lösungen. Da müssen alle Seiten noch viel lernen.
Denn eben diese flexiblen Lösungen bekommt man nicht, wenn man Leistungen in mehreren hundert Seiten starken Anforderungskatalogen nach Arbeitsspeicherkapazität und Außenmaßen von Rechnergehäusen ausschreibt. eHealth braucht starke Partner auf allen Seiten, der Industrie, den Gesundheitsbetrieben sowie den Krankenkassen und der öffentlichen Hand.
Einig war man sich in Nottwil, dass die Schweiz in Sachen eHealth eine gewisse Vorreiterrolle spielt. Aus diesem Grund war es für iSoft wichtig in der Schweiz Präsenz zu zeigen und Kai de Fries, Vertriebsleiter, erklärt: „Wir freuen uns über die außerordentlich guten Kundenkontakte während der beiden Kongresstage. Das untermauert nicht nur die Wichtigkeit des Kongresses, sondern auch, dass iSoft in der Schweiz als aktiver Partner der zukunftsorientierten eHealth-Community wahrgenommen wird.“
Insgesamt zeigte sich die Industrie zufrieden mit der Veranstaltung, wünschte sich jedoch einen nahtloseren Übergang zwischen Kongress und Fachausstellung. (Man fühlte sich leicht an die conhIT in Berlin erinnert...)
„Das interessierte Fachpublikum und die professionellen Vorträge zeichnen den eHealthCare.ch aus. Wenngleich ich mir für zukünftige Veranstaltungen eine bessere Einbeziehung der Industrieausstellung wünsche“, kommentiert Georg Fischiger, Vertriebsleiter GE Healthcare für Süddeutschland, Österreich und die Schweiz.
„Zahlreiche ,Business-to-Business’ Kontakte, aber auch tiefgehende Gespräche mit Endverbrauchern“, charakterisieren für Holger Ladewig, Partner Manager Nuance Healthcare, dem führenden Hersteller von Spracherkennungssystemen, die beiden Kongresstage in Nottwil. „Ich bin mir sicher, dass wir im nächsten Jahr wieder dabei sind.“
Alle an einem Tisch
Dem Veranstalterteam ist es erneut gelungen in der Schweiz die entsprechenden Personen an einen Tisch zu bekommen, nicht nur, um über den aktuellen Stand zu berichten, sondern auch um Zukunftsszenarien zu entwerfen. Das unterscheidet den eHealthCare.ch von anderen Veranstaltungen: Statt sich in wissenschaftlichen Finessen zu verlieren, verfolgte man einen sehr pragmatischen Ansatz. Nach fast jedem Vortrag hat der Besucher das Gefühl mit konkreten Handlungsansätzen nach Hause zu gehen.
Die Referenten berichten praxisnah von ihren Lösungen und nennen dabei Ross und Reiter. Für den Zuhörer ist es schnell transparent mit welchen Herstellern die Referenten zusammenarbeiten. Schon schließt sich wieder der Kreis zur Industrieausstellung, die trotz scheinbar geringer Besucherzahlen ihre Erfolge verzeichnen kann. Die Hersteller haben nicht nur die Möglichkeit mit einem Stand präsent zu sein. Wer etwas zu sagen hat, sollte seine Erfahrungen in Vorträgen weitergeben, um den eHealth-Gedanken nach vorne zu bringen.
Charles Schmidt, Leiter Vertrieb und Marketing bei der mediDOK, einem RIS/PACS-Unternehmen aus Dossenheim, Deutschland, stellt fest: „Für mich ist es wichtig über den eHealthCare.ch Zugang zum Schweizer Markt zu bekommen. Nur wer hier Flagge zeigt, wird mittelfristig als potentieller Lieferant wahrgenommen.“
2010 findet die eHealthCare.ch am 22. und 23.September statt. Bis dahin besteht die Möglichkeit sich auf dem eHealthcareCAMPUS in Intensivkurse, Tagungen und Lehrgängen zum Gesundheitswesen weiterzubilden. Als Klassiker hat sich dabei der Intensivkurs Gesundheitswesen Schweiz entwickelt.
Dieser Artikel wurde von Guido Gebhardt (Radiologieforum) im Auftrag von HealthTech Wire verfasst.
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Dieser Artikel wurde im GoDirect: eHealthCare.ch unter www.healthtechwire.ch/ehealthcarech veröffentlicht.
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