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Nuance Communications

Kategorie: VoiceIt

Software RIS, Sprachverarbeitung, Dokumentation und Archivierung

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VoiceIt: „Der Return of Investment ist nach einem Jahr erreicht“

„Die Befunde müssen schnell und in guter Qualität online gestellt werden.

(HealthTech Wire / VoiceIt) - Wenn Kliniken konsequent auf Spracherkennung setzen, können sie ganz erhebliche Einsparungen generieren. Trotzdem ist im deutschsprachigen Bereich noch immer eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. HealthTech Wire sprach mit Gerhard Schuberth, Geschäftsführer von Nuance Healthcare für die DACH-Region, über die Gründe dafür und über die Potenziale von Spracherkennung im Kliniksektor.

Veröffentlicht: 02.11.2009

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Nutzenfelder der Spracherkennung für ein Krankenhaus?

Ich sehe vor allem drei Nutzenfelder: Da sind zum einen Kosteneinsparungen. Sie resultieren nicht nur daraus, dass Schreibkräfte eingespart oder umgeschult werden können, sondern auch aus einer schnelleren Verfügbarkeit von Befunden mit entsprechend schnellerer Versorgung der Patienten und daraus resultierend kürzerer Verweildauer. Das zweite Nutzenfeld ist eine Verbesserung der Versorgungsqualität: Spracherkennung verbessert die Qualität der medizinischen Dokumentation, ermöglich eine detailiertere und schnellere Informationsbereitstellung und eliminiert damit eine potenzielle Fehlerquelle im Behandlungsprozess. Das dritte Nutzenfeld ist eine Verbesserung des Patientenkomforts: Er bekommt seinen Befund sofort in die Hand. Wichtig scheint mir, dass bessere Versorgungsqualität und höherer Patientenkomfort ihrerseits eine ökonomische Dimension haben, weil sie sich günstig auf die Liegezeiten auswirken.

Können Sie konkrete Zahlen für den wirtschaftlichen Nutzen der Spracherkennung nennen?

Mein Lieblingsbeispiel ist ein großes dänisches Krankenhaus, das errechnet hat, dass nach der klinikweiten Einführung von Spracherkennung die Gesamtkosten der Einrichtung um 5 Prozent gesunken sind beziehungsweise mit demselben Budget 5 Prozent mehr Patienten versorgt werden konnten. Die Verantwortlichen dort haben uns versichert, dass es das beste und produktivste IT-Projekt war, das sie je gemacht haben. Aus Deutschland gibt es Daten des Universitätsklinikums Tübingen, wo die Spracherkennung vor allem in der Radiologie eingesetzt wird – mit Einsparungen in Höhe von 150000 Euro im Jahr. Generell ist die Spracherkennung im Krankenhaus eine der ganz wenigen IT-Anwendungen mit einem Return of Investment von weniger als einem Jahr.

Warum setzt sich die Spracherkennung trotzdem in deutschsprachigen Ländern nur langsam durch?

Es ist in der Tat so, dass gerade Deutschland bei der Spracherkennung im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld agiert, und zwar sowohl bei Installationen in der Radiologie als auch bei krankenhausweiten Installationen. Einer der Gründe dafür scheint mir zu sein, dass das Unternehmen Kuhlmann, das mittlerweile Teil von Nuance ist, in der Vergangenheit zu gute Arbeit geleistet hat. Kuhlmann hat dafür gesorgt, dass im deutschen Gesundheitswesen früher und konsequenter als anderswo auf digitale Diktate umgestellt wurde. Länder wie Spanien, die später auf den Zug aufgesprungen sind, stellen in der Regel direkt vom Band auf die Spracherkennung um.  Der zweite Grund für die relative Zurückhaltung in Deutschland ist der vergleichsweise breite Einsatz von Citrix. Für das Citrix-Umfeld steht eine skalierbare Spracherkennung erst seit Kurzem zur Verfügung. Nuance hat hier Pionierarbeit geleistet und bietet für beide Fälle eine Lösung, die erlaubt schnell und einfach von digitalem Diktat auf Spracherkennung umzustellen und die gleichfalls mit Citrix kompatibel ist.

Könnte es sein, dass auch die Lizenzmodelle nicht optimal auf die Bedürfnisse abgestimmt sind?

Auch das mag in der Vergangenheit ein Grund gewesen sein. Nuance ist gerade dabei, sein Lizenzmodell den Marktanforderungen anzupassen. Wir müssen auf die Anforderungen der Standardfinanzierungsmodelle im Krankenhausbereich und deren Budgetstruktur besser reagieren. Wir verbreitern unsere Lizenzpalette derzeit deutlich.

Welche Bedeutung kommt der Spracherkennung in einem zunehmend integrierten, digital vernetzten Gesundheitswesen zu?

Ich denke, dass Spracherkennung einen wesentlichen Beitrag zu Akzeptanz und Nutzung elektronischer Patientenakten leisten kann, vor allem auch im Zusammenhang mit einer stärker strukturierten Befundung. In Spezialdisziplinen wie der Kardiologie oder der Anästhesie bewegen wir uns längst in diese Richtung: Der Arzt, der ein Dokument diktiert, bekommt relevante Informationen bereits vorbereitet. Er muss dann nur noch per Spracherkennung die Dokumente vervollständigen. Das beschleunigt die Befunderstellung natürlich noch einmal zusätzlich. Wenn Sie sich jetzt ansehen, welche Anforderungen übergreifende elektronische Patientenakten an die Dokumentation stellen, dann finden Sie genau diese Aspekte wieder: Die Befunde müssen schnell und in guter Qualität online gestellt werden. Und sie sollten einigermaßen standardisiert sein. Genau das kann eine in Richtung strukturierter Befundung weiterentwickelte Spracherkennung leisten.

Wie positioniert Nuance die verschiedenen Angebote für Spracherkennung im Gesundheitswesen, die seit der Übernahme von Philips Speech Recognition unter einem Dach vereint sind?

Nuance verfügt über zwei wesentliche Produktlinien: die Integrationsplattform mit starken SDKs – hier hat sich SpeechMagic einen Namen gemacht , sowie Dragon Medical ein Desktopprodukt für niedergelassene Ärzte und kleine Benutzergruppen, die ohne Integration und vernetzte Arbeitsweise auskommen. Dazu kommt der  neue SpeechMagic Solution Builder. Aufbauend auf dem bekannten und weitverbreiteten MBS-easy von ehemals Kuhlmann, stellen wir damit eine Lösung für Befundung und Arztbriefschreibung bereit, die auf große, krankenhausweite und standortübergreifende Anwendungsszenarien abzielt.  Es ist klar, dass unsere Kunden Investitionssicherheit haben, egal für welches unserer Produkte sie sich entscheiden.

Herr Schuberth, vielen Dank für das Gespräch. (HTW)

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Dieser Artikel wurde im GoDirect: Nuance Healthcare unter www.healthtechwire.de/nuance veröffentlicht.

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Quelle: HealthTech Wire für Nuance Communications


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